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Freitag, 25. Januar 2013

Webseiten bearbeiten mit dem Chromebook

Menschen mit Chromebook sind als überaus "netzaffin" zu bezeichnen - schliesslich besitzen sie ein Gerät, was ohne Internetverbindung ähnlich produktiv ist wie ein Palmpilot aus dem Jahr 2000. Daher kann man auch davon ausgehen, dass viel davon eigene Webseiten betreiben und diese auch "von unterwegs" bearbeiten möchten. Es gibt aber keine brauchbaren FTP-Clients für Chrome OS und HTML-Editoren, die mit lokalen Daten arbeiten können erst recht nicht. Also muss die Bearbeitung direkt auf dem Server erfolgen. Bei vielen Webservern schon inklusive, aber auch relativ unhandlich ist "Confixx", ein File-Manager mit eingebauter Editor-Funktion. Falls der Server aber nicht damit ausgestattet ist oder man z. B. ein identische Oberfläche für viele Webserver verwenden möchte, macht eine server-unabhängige Lösung mehr Sinn. Es gibt da verschiedene (kostenlose) Tools im Angebot, die sich in Funktionsumfang und Aufbau nur wenig unterscheiden. Am ausgereiftesten sind dabei net2ftp und txftp, die "unter der Haube" identisch sind und sich nur durch ein unterschiedliches Oberflächendesign unterscheiden.

Zuerst folgt der Login auf den Webserver per FTP:






und dann gelangt man in einen Verzeichnisbaum, durch den man zu den zu ändernden Dateien navigieren kann. Neben der Editor-Funktion sind natürlich auch noch die grundlegenden Datei- und Verzeichnisoperationen möglich sowie die Bearbeitung von Zugriffsrechten:





Damit lässt sich zwar nicht komfortabel ein komplettes Web-Projekt auf die Beine stellen, aber Bearbeiten und Austauschen bzw. Hinzufügen von Dateien gehen schnell von der Hand und so kann man problemlos auch von unterwegs Fehler korrigieren oder neue Code-Schnipsel schnell mal testen.

Noch deutlich umfangreicher ist ShiftEdit - mit klassischer Editor-Aufteilung (links Verzeichnisbaum und rechts der Dateiinhalt) und der farblich entsprechenden Hervorhebung der Syntax. Hier hat man es schon mit einem ausgewachsenen Editor zu tun, der sich auch hinter Desktop-Konkurrenten nicht zu verstecken braucht:



Allerdings sind hier die Ladezeiten bei einer suboptimalen Internetverbindung schon relativ lang und die kostenlose Version erlaubt nur eine gespeicherte FTP-Verbindung. Allerdings gibt es auch eine Menge an Keyboard-Shortcuts, so dass sich die 50$/Jahr kostende Premium-Version für diejenigen, die nicht nur mal ein paar Zeilen Code anpassen wollen, sondern wirklich Webseiten online erstellen wollen, durchaus lohnen - es gibt auf diesem Niveau auch keine Alternative.