Es war ein wenig still geworden um das Google Chromebook. Dass es keine "Killer-Applikation" wird war schnell klar, die Einschränkung auf "nur online" und "alles in der Cloud" sind nunmal noch nicht mainstream-tauglich (aber vielleicht in 2016?). Trotzdem benutze ich es auch noch immer fast täglich, wenn natürlich nicht exklusiv. Denn es hat immer noch einen Vorteil, den ich in 20 Jahren Computerei nicht gekannt habe - es braucht absolut keine "Wartung". Keine Installationen, keine langwierigen Updates, keine Hardware-Tuning. Chrome OS aktualisiert sich unmerklich selbst und läuft immer noch genau so schnell und stabil wie am ersten Tag. Und wird das wohl auch noch die nächsten Jahre so tun - es wird wohl mein Computer, den ich am längsten in Benutzung haben werde.
Das "Aura"-Update hat vieles verändert und einiges verbessert. Man hat jetzt eine Art "Desktop" statt dem einfachen Chrome-Browser-Fenster und das Agieren mit mehreren Fenstern ist jetzt intuitiver. Wobei auch die gnadenlose Schlichtheit des" Hier ist Dein Chrome, jetzt leg los!"-Ansatz auch seinen Reiz hatte. Ich muss zugeben, dass mein erster Klick nach dem Start eigentlich immer gleich auf's Chrome-Symbol geht und ich dann nur noch seltenst in die Desktop-Ansicht zurückgehe - aber wenigstens gibt es jetzt 2 Möglichkeiten, mit dem Chromebook zu arbeiten. Und ganz nebenbei: Chrome OS hat die schönsten mitgelieferten Desktop-Hintergründe ;-).
Ein Notebook für alle Einsatzzwecke ist das Chromebook aber auf keinen Fall, hier nur ein kleiner Überblick über Dinge, die man nicht mit dem Chromebook machen kann oder unanständig umständlich sind:
- Videobearbeitung (außerhalb von Youtube)
- Bildbearbeitung (alles außer JPG)
- Audiobearbeitung
- Drucken (ohne Cloud-Print kompatiblen Drucker)
- Präsentationen/Grafiken erstellen
...und natürlich alles, was eh nur von Spezialprogrammen abgedeckt wird, bei mir zum Beispiel vernünftiges topographisches Kartenmaterial und die Simulation von Gitarrenverstärkern.
Und dazu kommt, dass alles, was mit Multimedia zu tun hat eine besonders hohe Übertragungsrate erfordert - auch im Upload. Da werden die mickrigen Upload-Raten bei DSL zum Nadelöhr und ist die UMTS-Quote schneller aufgebraucht als man denkt. Aber hier kann man hoffen, dass das in Zukunft noch besser wird - auch wenn der LTE-Zug natürlich nicht mehr erreicht werden kann. Im Moment macht das Chromebook zweifelsohne am meisten Spass in einem Firmennetzwerk mit schnellem WLAN.
Doch Google ist nach wie vor von Chrome OS überzeigt und bringt in den USA (Deutschland mal wieder ungewiss) ein neues Chromebook mit Samsung heraus. Diesmal zum deutlich konkurrenzfähigeren Preis von 249$ (das alte kostete ursprünglich 449$, Google verfolgt seit dem Nexus 7 eine aggressivere Preispolitik), der auch der etwas günstigeren Hardware (ARM-CPU statt von Intel) geschuldet ist. Das neue Chromebook ist aber keinesfalls leistungsschwächer als die bisherigen Varianten und hat sogar innovative Features wie USB 3.0 an Bord.
Das wird sicher nochmal die Nutzer-Basis von Chrome OS verbreitern und viele, denen das Experiment "in der Cloud" noch zu teuer waren, werden in den USA wohl zuschlagen. Heisst für die bisherigen Chromebook-Besitzer, dass das System wie versprochen weiterentwickelt wird und man nicht bereits ein Jahr nach dem Kauf symbian-mäßig im Regen steht.
Aber wie soll die Zukunft von Chrome OS dann aussehen?
1. Der Fokus bleibt weiter auf der "Cloud", dafür sind bereits 95% der notwendigen Features enthalten. Das heißt aber auch, dass keine innovativen Neuerungen mehr zu erwarten sind und Chrome OS weiterhin ein Nischenprodukt für "Online-Arbeiter" bleiben wird - immer mit der Gefahr versehen, dass Interessenten sich dann schlussendlich doch für ein Tablet (noch handlicher) oder ein klassisches Netbook (Installation von Programmen) entscheiden wird
2. Chrome OS wird in den Mainstream entwickelt. Dazu braucht es offline lauffähige Programme, z. B. die Apps des Android-Store oder, noch weiter gedacht, eine neue Evolution des Chrome-Store, in der Linux-Programme in "Chrome-Version" geladen werden könnn - also eine Art Chrubuntu. Der USB 3.0 Anschluss könnte so etwas schon vermuten lassen, da hier dann das Nadelöhr die geringe Kapazität des internen SSD-Speichers werden würde - zur gescheiten Bildbearbeitung müsste man dann eine schnelle Festplatte per USB anschliessen. So ein aufgeblähtes Chrome würde allerdings viele Vorteile des Ur-Chrome - schnelle Startzeit, Performance, Usability - aufgeben, und müsste sich dann direkt mit Windows-8 und Ubuntu messen lassen.
3. Man bietet 2 Welten an. Die eine bleibt das klassische Chrome OS "web-only", am besten sogar in der Ursprungsversion nur mit dem Chrome-Fenster. Zum "schnell mal schauen" im Web einfach ungeschlagen und für viele Zwecke ausreichend. Dann per Umschalter als virtuelle Maschine (oder als paralleles System) eine Chrome-Linux-Derivat für Offline und "richtige" Programme. Für den Nerd natürlich die optimale Variante, aber ob das für den Normal-User noch verständlich und intuitiv bleibt ist fraglich. Darüber hinaus könnte es dann als Linux+ empfunden werden und wahrscheinlich gegenüber "gereiften" Linux-Distributionen nicht jeden "Nerd-Bedarf" decken können.
Also quo vadis, Chrome OS? Auch in 3 Jahren noch das Nischensystem für die Webworker mit <1% Marktanteil? Ein "me too" OS für Google-affine Familien mit exorbitanten Entwicklungskosten (da wohl alle "Killer-Apps" von Google kommen müssten...)? Oder doch ein duales System für Nerds und Geeks, an dem diese dann doch wieder nach kurzer Zeit die Lust verlieren?
Vielleicht weiss es Google selbst nicht genau und erhofft sich vom neuen Chromebook weitere Erkenntnisse, wer Chrome OS warum braucht. Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Google noch lange bereit sein wird, in ein System zu investieren, dass irgendwie zwischen allen Stühlen sitzt. Und auch wenn Chrome OS viele (tausende) zufriedene Nutzer hat kann dies für Google nicht zufriedenstellend sein - hier kann das Ziel nur sein, noch viele (Millionen) mehr zu begeistern.
Wird an Chrome OS noch in 2014 gearbeitet? Ja, ich denke schon. Auch noch in 2016? Halte ich derzeit für sehr fraglich - aber wer weiss, vielleicht kommt ja noch die ultimative Killer-App und alles wendet sich zum Guten...
Wie gut ist die "Cloud" wirklich? Kann man schon jetzt vollständig "aus dem Netz" leben ohne großartige Programminstallationen und Datenarchive? Das teste ich mit dem Chromebook, was viele PC-Gewohnheiten über Bord wirft.
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Freitag, 11. Mai 2012
Mehr Drive mit dem Drive?
Nach Google Plus jetzt also Google Drive. Wiederum eigentlich mehr Evolution als Revolution, ein paar neue Features, ein neues Erscheinungsbild und eine produktspezifische Marketing-Kampagne. Doch was schon in Google Docs "so halb" integriert war, ist nun erwachsen - Google als Datenspeicher. Das funktioniert nicht viel anders als bei anderen Anbietern auch, das UI im Web und auch die Sync-Tools (für Windows und Mac) sind best practice. Dazu kommt das bereits in Docs integrierte gute Freigabe-Tool. Die Killer-App, die das Google Drive von allen anderen Diensten unterscheidet, ist aber die Möglichkeit, die meisten Dateien im Web zu betrachten oder sogar zu bearbeiten. Man muss also nicht erstmal alles herunter- und wieder hochladen, sondern gerade als Viewer von Texten, Tabellen und Präsentationen hebt sich das Google Drive deutlich hervor. Das bedeutet dann z. B. auch, dass man Dokumente anderen zeigen kann - ohne dass sie sie verändern oder herunterladen können - groß!
Allerdings sehen sich Linux- und vor allem ChromeOS-User als Kunden zweiter Klasse - fehlt diesen doch bisher ein praktisches Sync-Tool, um on- und offline-Daten zu synchronisieren. Vor allem beim ChromeOS mit seinen bisher eher beschränkten Möglichkeiten, ein lokales Backup von Online-Dateien zu machen, würde das zu einer deutlichen Arbeitserleichterung (man ist ja nun doch nicht immer online) führen. Google beruhigt: soll kommen. Was beunruhigt: Google denkt das alles in die andere Richtung: "wenn man alles online ablegen kann, wieso dann überhaupt noch ein lokaler Speicher?" Also alles was man z. B. vom USB-Stick auf das Chromebook kopiert, landet sofort in der Cloud. Sicherlich zeitgemäß, aber auch immer praktisch umsetzbar und gewollt? Vielleicht sollte man einfach den Kunden entscheiden lassen: er definiert die Verzeichnisse, die synchronisiert werden sollen (wie es das Sync-Tool ja heute schon macht) und die, mit denen nur lokal gearbeitet werden soll (was ja auch die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich erhöht). Je nach Vorlieben ist man dann also komplett in der Cloud, nur so halb, oder nur ein bisschen - aber vor allem produktiv.
Allerdings sehen sich Linux- und vor allem ChromeOS-User als Kunden zweiter Klasse - fehlt diesen doch bisher ein praktisches Sync-Tool, um on- und offline-Daten zu synchronisieren. Vor allem beim ChromeOS mit seinen bisher eher beschränkten Möglichkeiten, ein lokales Backup von Online-Dateien zu machen, würde das zu einer deutlichen Arbeitserleichterung (man ist ja nun doch nicht immer online) führen. Google beruhigt: soll kommen. Was beunruhigt: Google denkt das alles in die andere Richtung: "wenn man alles online ablegen kann, wieso dann überhaupt noch ein lokaler Speicher?" Also alles was man z. B. vom USB-Stick auf das Chromebook kopiert, landet sofort in der Cloud. Sicherlich zeitgemäß, aber auch immer praktisch umsetzbar und gewollt? Vielleicht sollte man einfach den Kunden entscheiden lassen: er definiert die Verzeichnisse, die synchronisiert werden sollen (wie es das Sync-Tool ja heute schon macht) und die, mit denen nur lokal gearbeitet werden soll (was ja auch die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich erhöht). Je nach Vorlieben ist man dann also komplett in der Cloud, nur so halb, oder nur ein bisschen - aber vor allem produktiv.
Mittwoch, 29. Februar 2012
Was ist so toll an Google+?
Und heisst es denn jetzt "Google Plus", "Google+" oder "Google-+" oder doch "Google-plus"? Also die offizielle "Marke" ist Google+, da das "+" aber in URLs nicht dargestellt werden kann, wird man auch das ausgeschriebene "plus" immer mal wieder finden.
Nach anfänglicher Euphorie mehrt sich immer mehr die Ernüchterung, was die Nutzung von Google+, des "Facebook-Killer", angeht. Nur weil Millionen Menschen täglich auf Google-Seiten surfen und arbeiten heisst nunmal nicht gleich, dass diese sich sofort auf jedes neue Angebot stürzen. Die Reaktanz der Mehrheit in einem Netz, wo es schon alles gibt, Neues auszuprobieren, trifft das Start-Up genau so wie den Internet-Konzern. Und selbst die, die alles mögliche aus beruflicher oder privater Neugier im Netz ausprobieren, werden im Falle von Google+ feststellen, dass die bereits aufgebauten sozialen Netzwerke einen daran hindern, die neuen Möglichkeiten vollends auszunutzen. Denn genau betrachtet ist Google+ ein starkes Angebot, dass das "Online-Leben" viel einfacher gestalten würde - wenn alle Google+ in vollem Umfang nutzen würden. Im Gegensatz zum Schnellschuß/Rohrkrepierer "Buzz" ist Google+ kein "me too"-Produkt, sondern will bisher verteilte Angebote unter einen Hut bringen und das ist wirklich ein vernünftiger Ansatz.
Was ist an Google+ besser?
1. Die Kreise. Leider kein besonders intuitives Konzept, es sei denn, man setzt sich damit intensiv auseinander. Man muss unterscheiden in "posten" und "verfolgen". Beim Posten ist es wie mit Twitter und Facebook - nur dass man entscheiden kann, welche "Gruppe" (=Kreis) den Inhalt bekommen soll. Das macht sehr viel Sinn, wenn man z. B. international vernetzt ist und z. B. amerikanischen Kollegen keine deutschen Posts zumuten will, aber genau so wenig die deutschen Kollegen immer auf englisch ansprechen. Oder wenn man Familie, Freund und Kollegen unterschiedlich informieren möchte. Und genau so sieht es beim "Verfolgen" aus, man organisiert die Quellen in Gruppen, um die Datenflut zu bändigen. Es empfiehlt sich, mindestens 3 "Streams" (=Kreise) zu erstellen: private Kontakte (wie in Facebook), Meinungsführer (wie in Twitter) und Angebote (wie im RSS-Reader) - dazu gesellen sich dann noch Interessengruppen und sogar newsletter-ähnliche Angebote. Es gibt sogar bereits Tools, mit denen man direkt seine Google+-Posts in einem Blog veröffentlichen kann. Mit der Kreise-Technik kann man dabei auch immer post-spezifisch entscheiden, ob das "blog-würdig" ist oder nicht.
Ersetzt: Facebook, Twitter, Tumblr, RSS-Reader
2. Die Hangouts. So einfach waren Video-Chats noch nie - und die Funktion, nicht nur 1:1-Konversationen, sondern Konferenz-Calls im Browser spontan zu starten - egal auf welchen Systemen die Teilnehmer unterwegs sind, ist bahnbrechend.
Ersetzt: proprietäre Video-Conferencing Tools
3. Gmail "+". Neben der klassischen E-Mail-Anwendung (plus Organizer!) kann man seine Kontakte per Text-Chat, Telefon- oder Video-Anruf kontaktieren...und zwar egal, ob der Gegenüber am Desktop, Netbook oder einem Android-basierten Gerät sitzt. Man kann einen Chat am Android-Phone beginnen, am Chromebook fortsetzen und am Spiele (=Windows)-PC beenden. Und sobald man Gmail öffnet, bekommt man mit, wer sich wie auf welchem Kanal versucht hat, zu melden (ich warte noch auf ein Google-Gerät, um die Briefpost automatisch abzuscannen und in Gmail abzulegen).
Ersetzt: Skype, ICQ, MSN etc.
4. Suche "+". Durch das "+1", mit dem der Benutzer seine Verbindung zu allem möglichen im Netz (Seiten, Bilder, Blogbeiträge, Videos etc.) kundtut, hat Google nun eine Datenbasis für persönliche Vorlieben, die weiter über die Such-Historie hinausgeht. Natürlich ist diese "Datensammelwut" der "Datenkrake" nicht jedem geheuer, aber im Gegensatz zu Facebook hat der Nutzer davon einen großen Vorteil: bessere Suchergebnisse (auch wenn diese Optimierungen noch im Anfangsstadium sind). So werden zum Beispiel in der Produktsuche wohl bald die Anbieter am Anfang stehen, denen der Google+-Nutzer "+1" gegeben hat. Wer AMD "+1" gegeben hat, wird bei der Suche nach "Grafikkarte" erstmal AMD-bezogene Ergebnisse bekommen. Das alles zu verknüpfen und richtig zu gewichten wird natürlich dauern und auch ungewollte Ergebnisse produzieren (man denke an die berühmt-berüchtigten Produktempfehlungen von Amazon). Und auch hier kann man kritisieren, dass eine Suche, die sich nur nach persönlichen Vorlieben orientiert, vielleicht zu "gefällige" Ergebnisse bringt, aber es liegt nun mal an jedem selbst, in seinem Suchverhalten aktiv über den Tellerrand hinauszuschauen - Google will keine Horizonte öffnen, sondern den Benutzer möglichst schnell zu einem für ihn sinnvollen Ergebnis bringen.
Ersetzt: klassische Websuche, Preisvergleichssuchmaschinen
Und dazu sind diese Killer-Anwendungen noch nahtlos miteinander verbunden (und auch mit den anderen Google-Diensten) und komplett browserbasiert (da lacht das Herz des Chromebook-Users!) - was will man mehr? Ganz klar, die Verbindung zu den bisherigen Platzhirschen Facebook und Twitter - so lange man dort sich besser informiert fühlt, ist Google+ nur ein Klotz am Bein und dem durchschnittlichen User auch beim besten Willen nicht schönzureden. Da sieht man denselben Effekt wie beim "Office": so lange fast alle Firmen klaglos MS-Office bei allen ihren Mitarbeitern installieren, werden nur wenige Libre/Open Office oder sogar Google Text&Tabellen ausprobieren. Nur gut, dass Google dank seiner sprudelnden Werbe-Einnahmen einen langen Atem beweisen kann...denn schlussendlich ist der Google-Weg der richtige (wenn es natürlich auch immer Alternativen geben sollte), nur bis sich die Vorteile soweit rumgesprochen haben wie beim Chrome-Browser (der auch erst Jahre in Deutschland vor sich hin dümpelte), dürfte es noch eine ganze Weile dauern....
Nachtrag: Google hat die Problematik anscheinend selbst auch schon erkannt und einen erklärenden TV-Spot zu Google+ produziert (leider noch nicht öffentlich), der zumindest meine Punkte 1 + 2 anspricht. +1! ;-)
Nach anfänglicher Euphorie mehrt sich immer mehr die Ernüchterung, was die Nutzung von Google+, des "Facebook-Killer", angeht. Nur weil Millionen Menschen täglich auf Google-Seiten surfen und arbeiten heisst nunmal nicht gleich, dass diese sich sofort auf jedes neue Angebot stürzen. Die Reaktanz der Mehrheit in einem Netz, wo es schon alles gibt, Neues auszuprobieren, trifft das Start-Up genau so wie den Internet-Konzern. Und selbst die, die alles mögliche aus beruflicher oder privater Neugier im Netz ausprobieren, werden im Falle von Google+ feststellen, dass die bereits aufgebauten sozialen Netzwerke einen daran hindern, die neuen Möglichkeiten vollends auszunutzen. Denn genau betrachtet ist Google+ ein starkes Angebot, dass das "Online-Leben" viel einfacher gestalten würde - wenn alle Google+ in vollem Umfang nutzen würden. Im Gegensatz zum Schnellschuß/Rohrkrepierer "Buzz" ist Google+ kein "me too"-Produkt, sondern will bisher verteilte Angebote unter einen Hut bringen und das ist wirklich ein vernünftiger Ansatz.
Was ist an Google+ besser?
1. Die Kreise. Leider kein besonders intuitives Konzept, es sei denn, man setzt sich damit intensiv auseinander. Man muss unterscheiden in "posten" und "verfolgen". Beim Posten ist es wie mit Twitter und Facebook - nur dass man entscheiden kann, welche "Gruppe" (=Kreis) den Inhalt bekommen soll. Das macht sehr viel Sinn, wenn man z. B. international vernetzt ist und z. B. amerikanischen Kollegen keine deutschen Posts zumuten will, aber genau so wenig die deutschen Kollegen immer auf englisch ansprechen. Oder wenn man Familie, Freund und Kollegen unterschiedlich informieren möchte. Und genau so sieht es beim "Verfolgen" aus, man organisiert die Quellen in Gruppen, um die Datenflut zu bändigen. Es empfiehlt sich, mindestens 3 "Streams" (=Kreise) zu erstellen: private Kontakte (wie in Facebook), Meinungsführer (wie in Twitter) und Angebote (wie im RSS-Reader) - dazu gesellen sich dann noch Interessengruppen und sogar newsletter-ähnliche Angebote. Es gibt sogar bereits Tools, mit denen man direkt seine Google+-Posts in einem Blog veröffentlichen kann. Mit der Kreise-Technik kann man dabei auch immer post-spezifisch entscheiden, ob das "blog-würdig" ist oder nicht.
Ersetzt: Facebook, Twitter, Tumblr, RSS-Reader
2. Die Hangouts. So einfach waren Video-Chats noch nie - und die Funktion, nicht nur 1:1-Konversationen, sondern Konferenz-Calls im Browser spontan zu starten - egal auf welchen Systemen die Teilnehmer unterwegs sind, ist bahnbrechend.
Ersetzt: proprietäre Video-Conferencing Tools
3. Gmail "+". Neben der klassischen E-Mail-Anwendung (plus Organizer!) kann man seine Kontakte per Text-Chat, Telefon- oder Video-Anruf kontaktieren...und zwar egal, ob der Gegenüber am Desktop, Netbook oder einem Android-basierten Gerät sitzt. Man kann einen Chat am Android-Phone beginnen, am Chromebook fortsetzen und am Spiele (=Windows)-PC beenden. Und sobald man Gmail öffnet, bekommt man mit, wer sich wie auf welchem Kanal versucht hat, zu melden (ich warte noch auf ein Google-Gerät, um die Briefpost automatisch abzuscannen und in Gmail abzulegen).
Ersetzt: Skype, ICQ, MSN etc.
4. Suche "+". Durch das "+1", mit dem der Benutzer seine Verbindung zu allem möglichen im Netz (Seiten, Bilder, Blogbeiträge, Videos etc.) kundtut, hat Google nun eine Datenbasis für persönliche Vorlieben, die weiter über die Such-Historie hinausgeht. Natürlich ist diese "Datensammelwut" der "Datenkrake" nicht jedem geheuer, aber im Gegensatz zu Facebook hat der Nutzer davon einen großen Vorteil: bessere Suchergebnisse (auch wenn diese Optimierungen noch im Anfangsstadium sind). So werden zum Beispiel in der Produktsuche wohl bald die Anbieter am Anfang stehen, denen der Google+-Nutzer "+1" gegeben hat. Wer AMD "+1" gegeben hat, wird bei der Suche nach "Grafikkarte" erstmal AMD-bezogene Ergebnisse bekommen. Das alles zu verknüpfen und richtig zu gewichten wird natürlich dauern und auch ungewollte Ergebnisse produzieren (man denke an die berühmt-berüchtigten Produktempfehlungen von Amazon). Und auch hier kann man kritisieren, dass eine Suche, die sich nur nach persönlichen Vorlieben orientiert, vielleicht zu "gefällige" Ergebnisse bringt, aber es liegt nun mal an jedem selbst, in seinem Suchverhalten aktiv über den Tellerrand hinauszuschauen - Google will keine Horizonte öffnen, sondern den Benutzer möglichst schnell zu einem für ihn sinnvollen Ergebnis bringen.
Ersetzt: klassische Websuche, Preisvergleichssuchmaschinen
Und dazu sind diese Killer-Anwendungen noch nahtlos miteinander verbunden (und auch mit den anderen Google-Diensten) und komplett browserbasiert (da lacht das Herz des Chromebook-Users!) - was will man mehr? Ganz klar, die Verbindung zu den bisherigen Platzhirschen Facebook und Twitter - so lange man dort sich besser informiert fühlt, ist Google+ nur ein Klotz am Bein und dem durchschnittlichen User auch beim besten Willen nicht schönzureden. Da sieht man denselben Effekt wie beim "Office": so lange fast alle Firmen klaglos MS-Office bei allen ihren Mitarbeitern installieren, werden nur wenige Libre/Open Office oder sogar Google Text&Tabellen ausprobieren. Nur gut, dass Google dank seiner sprudelnden Werbe-Einnahmen einen langen Atem beweisen kann...denn schlussendlich ist der Google-Weg der richtige (wenn es natürlich auch immer Alternativen geben sollte), nur bis sich die Vorteile soweit rumgesprochen haben wie beim Chrome-Browser (der auch erst Jahre in Deutschland vor sich hin dümpelte), dürfte es noch eine ganze Weile dauern....
Nachtrag: Google hat die Problematik anscheinend selbst auch schon erkannt und einen erklärenden TV-Spot zu Google+ produziert (leider noch nicht öffentlich), der zumindest meine Punkte 1 + 2 anspricht. +1! ;-)
Dienstag, 21. Februar 2012
Musik kaufen mit dem Chromebook
Nachdem ja schon das Thema "Musik-Flatrate" erfolgreich abgehandelt wurde (wenn natürlich wie üblich als Benutzer eines Web-Only-Betriebssystems die Auswahl an Anbietern sehr eingeschränkt ist) soll es diesmal noch schwieriger werden: kann man mit Chrome OS auch Musik kaufen, runterladen und auf USB-Sticks etc. kopieren? Da die meisten Anbieter (Amazon, iTunes, musicload.de) mit einer proprietären Software arbeiten, fallen die schon mal flach. Andere wie Google Music sind noch nicht in Deutschland verfügbar und derzeit nur mittels VPN-Tricks (die das Chromebook auch noch nicht ausreichend beherrscht) verwendbar. So stellt es sich heraus, dass ein recht unvermuteter Kandidat für den Chromebook-User in Deutschland erste Wahl ist: Saturn.de. In deren Musik-Online-Shop gibt es MP3s ohne Gängelung in guter Qualität und vor allem - einfach zum Downloaden. Das Sortiment kann mit den "Großen" nicht ganz mithalten, deckt aber schon einen weiten Bereich auf und neben dem Mainstream ab. Beim Checkout gibt es allerdings einige Stolperfallen: so wird einem einmal angeboten, die MP3s einzeln herunterzuladen, was zwar mühselig ist, aber funktioniert. Die Variante "Album als Zip-Datei" herunterladen ist zwar komfortabler, nötigt aber den Chrome OS-User dazu, die Zip-Datei dann nochmal ins Netz zu einem Entpack-Service (z. B. wobzip.org oder www.unziponline.net) und dann wieder entpackt zurück auf die SSD zu laden. Abgesehen von dem sehr ineffizienten Gebrauch von Netzressourcen (und der Dauer bei ADSL, wo der Upload einer großen ZIP-Datei ziemlich zähl werden kann) gilt es hier zu beachten, dass kein mir bekannter Unzip-Service im Web Dateien von mehr als 100 MB akzeptiert. Falls also die Datei größer als dieser Grenzwert ist, steckt der Chromebook-User in einer Sackgasse, aus der er ohne Hilfe eines fremden Rechners/Betriebssystems nicht wieder hinauskommt. Bleibt also das Fazit: auch mit dem Chromebook kann man Musik im Internet kaufen, ist aber auf Saturn.de angewiesen und sollte den umständlichen Weg des Einzel-Downloads gehen, um nicht in das "Zip-Dilemma" zu gelangen, was am Ende noch zeitaufwändiger ist und im schlimmsten Fall sogar dazu führt, dass man auf fremde Hilfe beim Entpacken angewiesen ist. Lässt sich nur hoffen, dass mit Google Music auch die Chromebook-Nutzer in Deutschland bald mit einem alltagstauglichen MP3-Shop bedient werden...
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Der Trick mit dem Caps-LOCK...
Die Tastatur des Chromebooks ist zwar intuitiv und vor allem von hoher Qualität, aber hinsichtlich des Layouts doch ein wenig gewöhnungsbedürftig. "F"-Tasten fehlen völlig, hier findet man dafür web-bezogene Funktionen wie "Seite neu laden", Vollbild-Modus und das Hin- und Herschalten zwischen Browserfenstern, so wie die Systemfunktionen Lautstärke und Bildschirmhelligkeit. Und da wo gerade der Vieltipper die Caps-Lock-/Feststell-Taste vermutet, findet sich der google-eigene "Suchbutton", der auf Knopfdruck in einem neuen Chrome-Tab die Google-Homepage aufruft. Nicht unpraktisch, aber stört durchaus den Tipp-Fluss, wenn man aus Gewohnheit den Caps-Lock aktivieren will. Zumindest für die Funktion an sich gibt es jetzt einen workaround: man drücke einfach die linke und die rechte Shift-Taste gleichzeitig - und schon ist er wieder da, der allseits beliebte Caps-Lock. Und ist mit derselben Kombination auch wieder deaktiviert. Leider ist diese Funktion aber genau so wenig in der offiziellen Dokumentation zu finden wie der workaround für den fehlenden Delete/Löschen-Button (Ctrl/Strg+Backspace/Rücksatz), der allerdings schon von Anfang an implementiert war.
Montag, 26. Dezember 2011
Der virtuelle MP3-Player
Web-Radio zu hören ist eine Sache, aber oft möchte man aber auch einfach seine eigene Plattensammlung durchhören, oft sind da ja auch Schätze drunter, die man nicht in irgendwelchen Streaming-Diensten findet. Und natürlich gibt es auch hierfür zahlreiche Angebote, die sich auf das Cloud-Hosting von MP3-Dateien spezialisiert haben. Auch hier ist wieder die Chromebook-typische Einschränkung zu beachten, dass auf dem Google-OS natürlich nur HTML5/Flash-Anwendungen laufen, Dienste mit zu installierenden Playern falls schon von vorneherein raus. Nach einigen Tests bin ich inzwischen bei mp3tunes.com gelandet, der durch seine gute Player-Oberfläche und passende Android-App (es gibt sogar Player für PS3 und Wii) überzeugt. Dazu gibt es 3 komfortable Upload-Möglichkeiten: umfangreiche Java-App (für Betriebssysteme mit Java Runtime), Programm zur Verzeichnis-Synchronisation (für Windows, Mac und Linux) sowie ein einfacher one-file-at-a-time uploader, der aber auch problemlos auf dem Chromebook funktioniert. Auch bei den Dateiformaten herrscht Auswahl, es werden mp3, mp4, m4a, aac, wma, ogg, flv, avi und 3gp unterstützt. Der kostenlos nutzbare Speicherplatz beträgt 2GB (eher unterer Branchendurchschnitt), mehr lässt sich natürlich gegen eine monatliche Gebühr freischalten. Wer allerdings nur den in Streaming-Diensten nicht auffindbaren Teil seiner Plattensammlung einstellt, sollte in den meisten Fällen schon mit den freien 2GB auskommen können. Noch ein großer Vorteil dieser Form des Cloud-Hostings ist, dass man hier Hörbücher ablegen und dann mit dem jeweils gerade nächst erreichbaren internet-fähigen Gerät weiterhören kann.
Nachtrag: mp3tunes hat Insolvenz angemeldet. Auch ist bei den in Deutschland üblichen Upload-Geschwindigkeiten das Hochladen dutzender MP3-Alben ein Graus. So kann man diese Dienste derzeit nur für Hörbücher empfehlen, aber nicht für die Plattensammlung. Da braucht es noch ein Tool, was die eigenen Musikdateien einfach verifziert und diese dann online freischaltet - ohne mühsamen Upload der eigentlichen MP3-Daten.
Nachtrag: mp3tunes hat Insolvenz angemeldet. Auch ist bei den in Deutschland üblichen Upload-Geschwindigkeiten das Hochladen dutzender MP3-Alben ein Graus. So kann man diese Dienste derzeit nur für Hörbücher empfehlen, aber nicht für die Plattensammlung. Da braucht es noch ein Tool, was die eigenen Musikdateien einfach verifziert und diese dann online freischaltet - ohne mühsamen Upload der eigentlichen MP3-Daten.
Montag, 5. Dezember 2011
Wolkenspeicher
Auch wenn das Buzzword von der "Cloud" erst in 2011 richtig von den Massenmedien aufgegriffen wurde, ist es eigentlich schon ein alter Hut. So ist es nun auch nicht gerade eine technische Innovation, Daten auf Servern im Internet abzulegen. Technisch war das schon 2001 kein Problem. Aber da war der User noch nicht so weit - warum träge Daten ins Netz schaufeln, wenn man doch eh alles auf seinem Rechner hat? Das hat sich inzwischen drastisch verändern: heutzutage hat man hochgerüstete Desktop-PCs und Notebooks (zum Spielen und für aufwändige Programme), mobile Netbooks, Tablets und Smartphones. Und im besten (schlimmsten?) Fall noch alle Familienmitglieder einen eigenen "Fuhrpark". Da Daten zu synchronisieren braucht schon ein gut organisiertes lokales Netzwerk. Einfacher geht's aber mit einem Cloudservice: Alle Geräte können dort Daten hochladen und abrufen, die Server sind besser gesichert als PCs und Hardware-Havarien sind so gut wie auszuschließen. Wo die Nachfrage steigt, macht sich Goldgräberstimmung breit und so spriessen in den letzten 24 Monaten die Cloud-Hosting-Dienste nur so aus dem Boden. Ich habe einige Vergleichsseiten gelesen, einige ausprobiert und will kurz und knapp zu meinem (derzeitigen) Favoriten kommen: Sugarsync. 5GB gratis und bezahlbare Upgrades, eine gut durchdachte Oberfläche und gute "no frills" Software für Windows und Android. Als Chromebook-Nutzer war vor allem die Web-Oberfläche von Bedeutung und hier trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Aber auch Sugarsync patzt in einer wichtigen (wenn auch nicht für jeden entscheidenden) Disziplin: Upload vom Chromebook. Aufgrund des anderen Dateimanagers ist hier Ende. Das habe ich nur mit mydrive.ch geschafft (man sollte den Flash-Uploader auswählen), ist aber nicht so bis ins letzte Detail durchdacht wie SugarSync und hat keine Android-App (und auch 3GB weniger kostenloser Speicherplatz). Aber wer sowieso seine Daten lieber in die Schweiz als in die USA transferiert, sollte eh mit dem CH-Angebot glücklicher werden. Bevor man jetzt aber wahllos seine Daten ins Netz lädt (um sehr schnell festzustellen, dass ADSL bedeutet, dass Uploads nur ein Bruchteil so schnell laufen wie Uploads) hier ein paar Tipps:
1. Immer ein Extra-Synchronisationsverzeichnis auf den beteiligten Rechnern anlegen. Da schiebt man dann nur die Dateien und Verzeichnisse rein, die man auch wirklich in der Cloud braucht. Wenn man ein Arbeitsverzeichnis, in dem oft Dateien hinzugefügt und entfernt werden, als Synchronisationsverzeichnis wählt, dann wird im Hintergrund ständig versucht, das Cloud-Verzeichnis auf dem Laufenden zu halten - ein heftiger Datenverkehr, der natürlich die anderen Internetzugriffe bremst, ist dann die Folge.
2. Formate beachten. Was hilft es, wenn man RAR-Dateien in der Cloud hat, die nur ein zugreifender Rechner öffnen kann? Man sollte also bei allen Dateien immer überlegen, ob auch alle zugriffsberechtigten Geräte damit was anfangen können - und wenn dies nicht der Fall ist, ein anderes Format wählen oder die entsprechende Lesesoftware auf dem problematischen Gerät zu installieren (wenn möglich....).
3. Spezialanbieter nutzen. Natürlich kann man in einem generischen Cloud-Service alle Arten von Dateien ablegen, aber gerade bei Medien ist dann immer der Umweg über lokale Abspielprogramme nötig. So empfiehlt es sich, für Fotos, Videos und Musik andere Cloud-Dienste zu nutzen, die sich darauf spezialisiert haben und wo man dann die Werke auch direkt "im Web" aufrufen kann.
Doch auch diese Einschränkungen werden wohl in den nächsten Jahren wegfallen - auf jeden Fall sind Cloud-Dienste bei allen nicht wirklich uneingeschränkten Flatrates problematisch. Schnell kann man hier hohe Transfervolumina erreichen und sich regelmässig ein paar Präsentationen und Studien auf das Smartphone zu laden kann das monatliche UMTS-Datenvolumen schon bald erschöpft sein.
Auf jeden Fall ist das Cloud-Hosting eine sinnvolle und zukunftsträchtige Lösung: Der in Rechenzentren zur Verfügung gestellte Speicherplatz wird effizient genutzt und Computer brauchen weniger eigene Speicher - die ja auch die globalen Ressourcen belasten. Fehlt nur noch das "Immer, überall, sauschnell und unbegrenzt"-Internet, um die eigenen Festplatten einzumotten und nur noch "in die Cloud" zu speichern....
1. Immer ein Extra-Synchronisationsverzeichnis auf den beteiligten Rechnern anlegen. Da schiebt man dann nur die Dateien und Verzeichnisse rein, die man auch wirklich in der Cloud braucht. Wenn man ein Arbeitsverzeichnis, in dem oft Dateien hinzugefügt und entfernt werden, als Synchronisationsverzeichnis wählt, dann wird im Hintergrund ständig versucht, das Cloud-Verzeichnis auf dem Laufenden zu halten - ein heftiger Datenverkehr, der natürlich die anderen Internetzugriffe bremst, ist dann die Folge.
2. Formate beachten. Was hilft es, wenn man RAR-Dateien in der Cloud hat, die nur ein zugreifender Rechner öffnen kann? Man sollte also bei allen Dateien immer überlegen, ob auch alle zugriffsberechtigten Geräte damit was anfangen können - und wenn dies nicht der Fall ist, ein anderes Format wählen oder die entsprechende Lesesoftware auf dem problematischen Gerät zu installieren (wenn möglich....).
3. Spezialanbieter nutzen. Natürlich kann man in einem generischen Cloud-Service alle Arten von Dateien ablegen, aber gerade bei Medien ist dann immer der Umweg über lokale Abspielprogramme nötig. So empfiehlt es sich, für Fotos, Videos und Musik andere Cloud-Dienste zu nutzen, die sich darauf spezialisiert haben und wo man dann die Werke auch direkt "im Web" aufrufen kann.
Doch auch diese Einschränkungen werden wohl in den nächsten Jahren wegfallen - auf jeden Fall sind Cloud-Dienste bei allen nicht wirklich uneingeschränkten Flatrates problematisch. Schnell kann man hier hohe Transfervolumina erreichen und sich regelmässig ein paar Präsentationen und Studien auf das Smartphone zu laden kann das monatliche UMTS-Datenvolumen schon bald erschöpft sein.
Auf jeden Fall ist das Cloud-Hosting eine sinnvolle und zukunftsträchtige Lösung: Der in Rechenzentren zur Verfügung gestellte Speicherplatz wird effizient genutzt und Computer brauchen weniger eigene Speicher - die ja auch die globalen Ressourcen belasten. Fehlt nur noch das "Immer, überall, sauschnell und unbegrenzt"-Internet, um die eigenen Festplatten einzumotten und nur noch "in die Cloud" zu speichern....
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