Und heisst es denn jetzt "Google Plus", "Google+" oder "Google-+" oder doch "Google-plus"? Also die offizielle "Marke" ist Google+, da das "+" aber in URLs nicht dargestellt werden kann, wird man auch das ausgeschriebene "plus" immer mal wieder finden.
Nach anfänglicher Euphorie mehrt sich immer mehr die Ernüchterung, was die Nutzung von Google+, des "Facebook-Killer", angeht. Nur weil Millionen Menschen täglich auf Google-Seiten surfen und arbeiten heisst nunmal nicht gleich, dass diese sich sofort auf jedes neue Angebot stürzen. Die Reaktanz der Mehrheit in einem Netz, wo es schon alles gibt, Neues auszuprobieren, trifft das Start-Up genau so wie den Internet-Konzern. Und selbst die, die alles mögliche aus beruflicher oder privater Neugier im Netz ausprobieren, werden im Falle von Google+ feststellen, dass die bereits aufgebauten sozialen Netzwerke einen daran hindern, die neuen Möglichkeiten vollends auszunutzen. Denn genau betrachtet ist Google+ ein starkes Angebot, dass das "Online-Leben" viel einfacher gestalten würde - wenn alle Google+ in vollem Umfang nutzen würden. Im Gegensatz zum Schnellschuß/Rohrkrepierer "Buzz" ist Google+ kein "me too"-Produkt, sondern will bisher verteilte Angebote unter einen Hut bringen und das ist wirklich ein vernünftiger Ansatz.
Was ist an Google+ besser?
1. Die Kreise. Leider kein besonders intuitives Konzept, es sei denn, man setzt sich damit intensiv auseinander. Man muss unterscheiden in "posten" und "verfolgen". Beim Posten ist es wie mit Twitter und Facebook - nur dass man entscheiden kann, welche "Gruppe" (=Kreis) den Inhalt bekommen soll. Das macht sehr viel Sinn, wenn man z. B. international vernetzt ist und z. B. amerikanischen Kollegen keine deutschen Posts zumuten will, aber genau so wenig die deutschen Kollegen immer auf englisch ansprechen. Oder wenn man Familie, Freund und Kollegen unterschiedlich informieren möchte. Und genau so sieht es beim "Verfolgen" aus, man organisiert die Quellen in Gruppen, um die Datenflut zu bändigen. Es empfiehlt sich, mindestens 3 "Streams" (=Kreise) zu erstellen: private Kontakte (wie in Facebook), Meinungsführer (wie in Twitter) und Angebote (wie im RSS-Reader) - dazu gesellen sich dann noch Interessengruppen und sogar newsletter-ähnliche Angebote. Es gibt sogar bereits Tools, mit denen man direkt seine Google+-Posts in einem Blog veröffentlichen kann. Mit der Kreise-Technik kann man dabei auch immer post-spezifisch entscheiden, ob das "blog-würdig" ist oder nicht.
Ersetzt: Facebook, Twitter, Tumblr, RSS-Reader
2. Die Hangouts. So einfach waren Video-Chats noch nie - und die Funktion, nicht nur 1:1-Konversationen, sondern Konferenz-Calls im Browser spontan zu starten - egal auf welchen Systemen die Teilnehmer unterwegs sind, ist bahnbrechend.
Ersetzt: proprietäre Video-Conferencing Tools
3. Gmail "+". Neben der klassischen E-Mail-Anwendung (plus Organizer!) kann man seine Kontakte per Text-Chat, Telefon- oder Video-Anruf kontaktieren...und zwar egal, ob der Gegenüber am Desktop, Netbook oder einem Android-basierten Gerät sitzt. Man kann einen Chat am Android-Phone beginnen, am Chromebook fortsetzen und am Spiele (=Windows)-PC beenden. Und sobald man Gmail öffnet, bekommt man mit, wer sich wie auf welchem Kanal versucht hat, zu melden (ich warte noch auf ein Google-Gerät, um die Briefpost automatisch abzuscannen und in Gmail abzulegen).
Ersetzt: Skype, ICQ, MSN etc.
4. Suche "+". Durch das "+1", mit dem der Benutzer seine Verbindung zu allem möglichen im Netz (Seiten, Bilder, Blogbeiträge, Videos etc.) kundtut, hat Google nun eine Datenbasis für persönliche Vorlieben, die weiter über die Such-Historie hinausgeht. Natürlich ist diese "Datensammelwut" der "Datenkrake" nicht jedem geheuer, aber im Gegensatz zu Facebook hat der Nutzer davon einen großen Vorteil: bessere Suchergebnisse (auch wenn diese Optimierungen noch im Anfangsstadium sind). So werden zum Beispiel in der Produktsuche wohl bald die Anbieter am Anfang stehen, denen der Google+-Nutzer "+1" gegeben hat. Wer AMD "+1" gegeben hat, wird bei der Suche nach "Grafikkarte" erstmal AMD-bezogene Ergebnisse bekommen. Das alles zu verknüpfen und richtig zu gewichten wird natürlich dauern und auch ungewollte Ergebnisse produzieren (man denke an die berühmt-berüchtigten Produktempfehlungen von Amazon). Und auch hier kann man kritisieren, dass eine Suche, die sich nur nach persönlichen Vorlieben orientiert, vielleicht zu "gefällige" Ergebnisse bringt, aber es liegt nun mal an jedem selbst, in seinem Suchverhalten aktiv über den Tellerrand hinauszuschauen - Google will keine Horizonte öffnen, sondern den Benutzer möglichst schnell zu einem für ihn sinnvollen Ergebnis bringen.
Ersetzt: klassische Websuche, Preisvergleichssuchmaschinen
Und dazu sind diese Killer-Anwendungen noch nahtlos miteinander verbunden (und auch mit den anderen Google-Diensten) und komplett browserbasiert (da lacht das Herz des Chromebook-Users!) - was will man mehr? Ganz klar, die Verbindung zu den bisherigen Platzhirschen Facebook und Twitter - so lange man dort sich besser informiert fühlt, ist Google+ nur ein Klotz am Bein und dem durchschnittlichen User auch beim besten Willen nicht schönzureden. Da sieht man denselben Effekt wie beim "Office": so lange fast alle Firmen klaglos MS-Office bei allen ihren Mitarbeitern installieren, werden nur wenige Libre/Open Office oder sogar Google Text&Tabellen ausprobieren. Nur gut, dass Google dank seiner sprudelnden Werbe-Einnahmen einen langen Atem beweisen kann...denn schlussendlich ist der Google-Weg der richtige (wenn es natürlich auch immer Alternativen geben sollte), nur bis sich die Vorteile soweit rumgesprochen haben wie beim Chrome-Browser (der auch erst Jahre in Deutschland vor sich hin dümpelte), dürfte es noch eine ganze Weile dauern....
Nachtrag: Google hat die Problematik anscheinend selbst auch schon erkannt und einen erklärenden TV-Spot zu Google+ produziert (leider noch nicht öffentlich), der zumindest meine Punkte 1 + 2 anspricht. +1! ;-)
Wie gut ist die "Cloud" wirklich? Kann man schon jetzt vollständig "aus dem Netz" leben ohne großartige Programminstallationen und Datenarchive? Das teste ich mit dem Chromebook, was viele PC-Gewohnheiten über Bord wirft.
Mittwoch, 29. Februar 2012
Dienstag, 21. Februar 2012
Musik kaufen mit dem Chromebook
Nachdem ja schon das Thema "Musik-Flatrate" erfolgreich abgehandelt wurde (wenn natürlich wie üblich als Benutzer eines Web-Only-Betriebssystems die Auswahl an Anbietern sehr eingeschränkt ist) soll es diesmal noch schwieriger werden: kann man mit Chrome OS auch Musik kaufen, runterladen und auf USB-Sticks etc. kopieren? Da die meisten Anbieter (Amazon, iTunes, musicload.de) mit einer proprietären Software arbeiten, fallen die schon mal flach. Andere wie Google Music sind noch nicht in Deutschland verfügbar und derzeit nur mittels VPN-Tricks (die das Chromebook auch noch nicht ausreichend beherrscht) verwendbar. So stellt es sich heraus, dass ein recht unvermuteter Kandidat für den Chromebook-User in Deutschland erste Wahl ist: Saturn.de. In deren Musik-Online-Shop gibt es MP3s ohne Gängelung in guter Qualität und vor allem - einfach zum Downloaden. Das Sortiment kann mit den "Großen" nicht ganz mithalten, deckt aber schon einen weiten Bereich auf und neben dem Mainstream ab. Beim Checkout gibt es allerdings einige Stolperfallen: so wird einem einmal angeboten, die MP3s einzeln herunterzuladen, was zwar mühselig ist, aber funktioniert. Die Variante "Album als Zip-Datei" herunterladen ist zwar komfortabler, nötigt aber den Chrome OS-User dazu, die Zip-Datei dann nochmal ins Netz zu einem Entpack-Service (z. B. wobzip.org oder www.unziponline.net) und dann wieder entpackt zurück auf die SSD zu laden. Abgesehen von dem sehr ineffizienten Gebrauch von Netzressourcen (und der Dauer bei ADSL, wo der Upload einer großen ZIP-Datei ziemlich zähl werden kann) gilt es hier zu beachten, dass kein mir bekannter Unzip-Service im Web Dateien von mehr als 100 MB akzeptiert. Falls also die Datei größer als dieser Grenzwert ist, steckt der Chromebook-User in einer Sackgasse, aus der er ohne Hilfe eines fremden Rechners/Betriebssystems nicht wieder hinauskommt. Bleibt also das Fazit: auch mit dem Chromebook kann man Musik im Internet kaufen, ist aber auf Saturn.de angewiesen und sollte den umständlichen Weg des Einzel-Downloads gehen, um nicht in das "Zip-Dilemma" zu gelangen, was am Ende noch zeitaufwändiger ist und im schlimmsten Fall sogar dazu führt, dass man auf fremde Hilfe beim Entpacken angewiesen ist. Lässt sich nur hoffen, dass mit Google Music auch die Chromebook-Nutzer in Deutschland bald mit einem alltagstauglichen MP3-Shop bedient werden...
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Der Trick mit dem Caps-LOCK...
Die Tastatur des Chromebooks ist zwar intuitiv und vor allem von hoher Qualität, aber hinsichtlich des Layouts doch ein wenig gewöhnungsbedürftig. "F"-Tasten fehlen völlig, hier findet man dafür web-bezogene Funktionen wie "Seite neu laden", Vollbild-Modus und das Hin- und Herschalten zwischen Browserfenstern, so wie die Systemfunktionen Lautstärke und Bildschirmhelligkeit. Und da wo gerade der Vieltipper die Caps-Lock-/Feststell-Taste vermutet, findet sich der google-eigene "Suchbutton", der auf Knopfdruck in einem neuen Chrome-Tab die Google-Homepage aufruft. Nicht unpraktisch, aber stört durchaus den Tipp-Fluss, wenn man aus Gewohnheit den Caps-Lock aktivieren will. Zumindest für die Funktion an sich gibt es jetzt einen workaround: man drücke einfach die linke und die rechte Shift-Taste gleichzeitig - und schon ist er wieder da, der allseits beliebte Caps-Lock. Und ist mit derselben Kombination auch wieder deaktiviert. Leider ist diese Funktion aber genau so wenig in der offiziellen Dokumentation zu finden wie der workaround für den fehlenden Delete/Löschen-Button (Ctrl/Strg+Backspace/Rücksatz), der allerdings schon von Anfang an implementiert war.
Montag, 26. Dezember 2011
Der virtuelle MP3-Player
Web-Radio zu hören ist eine Sache, aber oft möchte man aber auch einfach seine eigene Plattensammlung durchhören, oft sind da ja auch Schätze drunter, die man nicht in irgendwelchen Streaming-Diensten findet. Und natürlich gibt es auch hierfür zahlreiche Angebote, die sich auf das Cloud-Hosting von MP3-Dateien spezialisiert haben. Auch hier ist wieder die Chromebook-typische Einschränkung zu beachten, dass auf dem Google-OS natürlich nur HTML5/Flash-Anwendungen laufen, Dienste mit zu installierenden Playern falls schon von vorneherein raus. Nach einigen Tests bin ich inzwischen bei mp3tunes.com gelandet, der durch seine gute Player-Oberfläche und passende Android-App (es gibt sogar Player für PS3 und Wii) überzeugt. Dazu gibt es 3 komfortable Upload-Möglichkeiten: umfangreiche Java-App (für Betriebssysteme mit Java Runtime), Programm zur Verzeichnis-Synchronisation (für Windows, Mac und Linux) sowie ein einfacher one-file-at-a-time uploader, der aber auch problemlos auf dem Chromebook funktioniert. Auch bei den Dateiformaten herrscht Auswahl, es werden mp3, mp4, m4a, aac, wma, ogg, flv, avi und 3gp unterstützt. Der kostenlos nutzbare Speicherplatz beträgt 2GB (eher unterer Branchendurchschnitt), mehr lässt sich natürlich gegen eine monatliche Gebühr freischalten. Wer allerdings nur den in Streaming-Diensten nicht auffindbaren Teil seiner Plattensammlung einstellt, sollte in den meisten Fällen schon mit den freien 2GB auskommen können. Noch ein großer Vorteil dieser Form des Cloud-Hostings ist, dass man hier Hörbücher ablegen und dann mit dem jeweils gerade nächst erreichbaren internet-fähigen Gerät weiterhören kann.
Nachtrag: mp3tunes hat Insolvenz angemeldet. Auch ist bei den in Deutschland üblichen Upload-Geschwindigkeiten das Hochladen dutzender MP3-Alben ein Graus. So kann man diese Dienste derzeit nur für Hörbücher empfehlen, aber nicht für die Plattensammlung. Da braucht es noch ein Tool, was die eigenen Musikdateien einfach verifziert und diese dann online freischaltet - ohne mühsamen Upload der eigentlichen MP3-Daten.
Nachtrag: mp3tunes hat Insolvenz angemeldet. Auch ist bei den in Deutschland üblichen Upload-Geschwindigkeiten das Hochladen dutzender MP3-Alben ein Graus. So kann man diese Dienste derzeit nur für Hörbücher empfehlen, aber nicht für die Plattensammlung. Da braucht es noch ein Tool, was die eigenen Musikdateien einfach verifziert und diese dann online freischaltet - ohne mühsamen Upload der eigentlichen MP3-Daten.
Montag, 5. Dezember 2011
Wolkenspeicher
Auch wenn das Buzzword von der "Cloud" erst in 2011 richtig von den Massenmedien aufgegriffen wurde, ist es eigentlich schon ein alter Hut. So ist es nun auch nicht gerade eine technische Innovation, Daten auf Servern im Internet abzulegen. Technisch war das schon 2001 kein Problem. Aber da war der User noch nicht so weit - warum träge Daten ins Netz schaufeln, wenn man doch eh alles auf seinem Rechner hat? Das hat sich inzwischen drastisch verändern: heutzutage hat man hochgerüstete Desktop-PCs und Notebooks (zum Spielen und für aufwändige Programme), mobile Netbooks, Tablets und Smartphones. Und im besten (schlimmsten?) Fall noch alle Familienmitglieder einen eigenen "Fuhrpark". Da Daten zu synchronisieren braucht schon ein gut organisiertes lokales Netzwerk. Einfacher geht's aber mit einem Cloudservice: Alle Geräte können dort Daten hochladen und abrufen, die Server sind besser gesichert als PCs und Hardware-Havarien sind so gut wie auszuschließen. Wo die Nachfrage steigt, macht sich Goldgräberstimmung breit und so spriessen in den letzten 24 Monaten die Cloud-Hosting-Dienste nur so aus dem Boden. Ich habe einige Vergleichsseiten gelesen, einige ausprobiert und will kurz und knapp zu meinem (derzeitigen) Favoriten kommen: Sugarsync. 5GB gratis und bezahlbare Upgrades, eine gut durchdachte Oberfläche und gute "no frills" Software für Windows und Android. Als Chromebook-Nutzer war vor allem die Web-Oberfläche von Bedeutung und hier trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Aber auch Sugarsync patzt in einer wichtigen (wenn auch nicht für jeden entscheidenden) Disziplin: Upload vom Chromebook. Aufgrund des anderen Dateimanagers ist hier Ende. Das habe ich nur mit mydrive.ch geschafft (man sollte den Flash-Uploader auswählen), ist aber nicht so bis ins letzte Detail durchdacht wie SugarSync und hat keine Android-App (und auch 3GB weniger kostenloser Speicherplatz). Aber wer sowieso seine Daten lieber in die Schweiz als in die USA transferiert, sollte eh mit dem CH-Angebot glücklicher werden. Bevor man jetzt aber wahllos seine Daten ins Netz lädt (um sehr schnell festzustellen, dass ADSL bedeutet, dass Uploads nur ein Bruchteil so schnell laufen wie Uploads) hier ein paar Tipps:
1. Immer ein Extra-Synchronisationsverzeichnis auf den beteiligten Rechnern anlegen. Da schiebt man dann nur die Dateien und Verzeichnisse rein, die man auch wirklich in der Cloud braucht. Wenn man ein Arbeitsverzeichnis, in dem oft Dateien hinzugefügt und entfernt werden, als Synchronisationsverzeichnis wählt, dann wird im Hintergrund ständig versucht, das Cloud-Verzeichnis auf dem Laufenden zu halten - ein heftiger Datenverkehr, der natürlich die anderen Internetzugriffe bremst, ist dann die Folge.
2. Formate beachten. Was hilft es, wenn man RAR-Dateien in der Cloud hat, die nur ein zugreifender Rechner öffnen kann? Man sollte also bei allen Dateien immer überlegen, ob auch alle zugriffsberechtigten Geräte damit was anfangen können - und wenn dies nicht der Fall ist, ein anderes Format wählen oder die entsprechende Lesesoftware auf dem problematischen Gerät zu installieren (wenn möglich....).
3. Spezialanbieter nutzen. Natürlich kann man in einem generischen Cloud-Service alle Arten von Dateien ablegen, aber gerade bei Medien ist dann immer der Umweg über lokale Abspielprogramme nötig. So empfiehlt es sich, für Fotos, Videos und Musik andere Cloud-Dienste zu nutzen, die sich darauf spezialisiert haben und wo man dann die Werke auch direkt "im Web" aufrufen kann.
Doch auch diese Einschränkungen werden wohl in den nächsten Jahren wegfallen - auf jeden Fall sind Cloud-Dienste bei allen nicht wirklich uneingeschränkten Flatrates problematisch. Schnell kann man hier hohe Transfervolumina erreichen und sich regelmässig ein paar Präsentationen und Studien auf das Smartphone zu laden kann das monatliche UMTS-Datenvolumen schon bald erschöpft sein.
Auf jeden Fall ist das Cloud-Hosting eine sinnvolle und zukunftsträchtige Lösung: Der in Rechenzentren zur Verfügung gestellte Speicherplatz wird effizient genutzt und Computer brauchen weniger eigene Speicher - die ja auch die globalen Ressourcen belasten. Fehlt nur noch das "Immer, überall, sauschnell und unbegrenzt"-Internet, um die eigenen Festplatten einzumotten und nur noch "in die Cloud" zu speichern....
1. Immer ein Extra-Synchronisationsverzeichnis auf den beteiligten Rechnern anlegen. Da schiebt man dann nur die Dateien und Verzeichnisse rein, die man auch wirklich in der Cloud braucht. Wenn man ein Arbeitsverzeichnis, in dem oft Dateien hinzugefügt und entfernt werden, als Synchronisationsverzeichnis wählt, dann wird im Hintergrund ständig versucht, das Cloud-Verzeichnis auf dem Laufenden zu halten - ein heftiger Datenverkehr, der natürlich die anderen Internetzugriffe bremst, ist dann die Folge.
2. Formate beachten. Was hilft es, wenn man RAR-Dateien in der Cloud hat, die nur ein zugreifender Rechner öffnen kann? Man sollte also bei allen Dateien immer überlegen, ob auch alle zugriffsberechtigten Geräte damit was anfangen können - und wenn dies nicht der Fall ist, ein anderes Format wählen oder die entsprechende Lesesoftware auf dem problematischen Gerät zu installieren (wenn möglich....).
3. Spezialanbieter nutzen. Natürlich kann man in einem generischen Cloud-Service alle Arten von Dateien ablegen, aber gerade bei Medien ist dann immer der Umweg über lokale Abspielprogramme nötig. So empfiehlt es sich, für Fotos, Videos und Musik andere Cloud-Dienste zu nutzen, die sich darauf spezialisiert haben und wo man dann die Werke auch direkt "im Web" aufrufen kann.
Doch auch diese Einschränkungen werden wohl in den nächsten Jahren wegfallen - auf jeden Fall sind Cloud-Dienste bei allen nicht wirklich uneingeschränkten Flatrates problematisch. Schnell kann man hier hohe Transfervolumina erreichen und sich regelmässig ein paar Präsentationen und Studien auf das Smartphone zu laden kann das monatliche UMTS-Datenvolumen schon bald erschöpft sein.
Auf jeden Fall ist das Cloud-Hosting eine sinnvolle und zukunftsträchtige Lösung: Der in Rechenzentren zur Verfügung gestellte Speicherplatz wird effizient genutzt und Computer brauchen weniger eigene Speicher - die ja auch die globalen Ressourcen belasten. Fehlt nur noch das "Immer, überall, sauschnell und unbegrenzt"-Internet, um die eigenen Festplatten einzumotten und nur noch "in die Cloud" zu speichern....
Dienstag, 29. November 2011
Vom Stream zur Ewigkeit
Wer schon immer das Gefühl hatte, seine Google+-Posts hätten mehr als nur die üblichen 0,3 Sekunden Aufmerksamkeit verdient und würden auch aus dem tagesaktuellen Tageszusammenhang gerissen den "Test of Time" bestehen, kann jetzt ganz einfach mit seinen Google+-Posts ein ganzes Blog befüllen. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass die Posts länger in den Suchmaschinen auffindbar bleiben und man sich aus dem Stream-Strudel an Nachrichten hervorheben kann. Oder man hält das Blog "unter Verschluss", um einfach das gepostete "Material" einfach zu archivieren. Und so geht's: Man erstellt sich auf blogger.com (auch ein Google-Service...) ein neues Blog. Dann geht man in die Blog-"Einstellungen" zu "Mobil und E-Mail" und vervollständigt unter "per E-Mails posten" nach Belieben die angegebene E-Mail-Adresse (und merkt sich diese) und wählt dann "E-Mail als Entwurfs-Posts speichern". Dann geht man in Google+ und erstellt einen neuen Kreis und fügt da die gerade gemerkte Blog-Post-Adresse dazu. Jetzt fügt man jedesmal, wenn ein Post auch auf dem Blog erscheinen soll, den Kreis mit der Blog-Post-Adresse zu den Adressaten-Kreisen hinzu und vor dem checkt vor dem Absenden die Option "Per E-Mail an 1 Person senden, die Google+ nicht nutzt" - fertig. Jetzt muss man nur noch im Blog den Post aufrufen, von "Beiwerk" säubern und veröffentlichen.
Montag, 28. November 2011
Medienwiedergabe mit Chrome OS
Der Medienplayer des Chromebook ist am schmeichelsten mit "No frills" zu beschreiben: Vollbild an/aus, Lautstärke - das war es schon an Einstellmöglichkeiten. Aber das folgend halt dem Prinzip von Chrome OS "nur das nötigste offline, alles wichtige online". Und Mediendateien sind halt aus der Sicht nur "Dinger, die von Webseiten manchmal abgespielt werden wollen". Aber wir wollen nicht zu kritisch sein, schliesslich unterstützt der Medienplayer inzwischen bereits die 3 wichtigsten nicht-Apple-oder-Microsoft Formate mp3, ogg und flac nativ. Bei den Videoformaten wird es da schon spezieller: am liebsten das google-einverleibte WebM sollte es sein, wenn man sich schon Video-Dateien zu Gemüte führen will - und als zweite Wahl mp4, wobei hier über Sieg und Niederlage entscheidet, welcher Codec da in welcher Form verbacken wurde. Alles andere kann man sich gleich abschminken. WebM tritt nur selten in der Netz-Natur auf und ist dort zumeist sehr scheu. Abhilfe schaffen da Konvertierungstools, für Windows bietet sich z. B. XMedia Recode an, das eine breite Auswahl an Formaten in WebM konvertiert. Man sollte nur darauf achten, dass die voreingestellte Video-Bitrate sehr gering ist, was zwar einen kompletten Film auf unter 500 MB schrumpfen lässt, der aber auch dann optisch eher an eine Video-CD erinnert. Dabei ist das Chromebook durchaus in der Lage, auch höher aufgelöste Videos (nur natürlich kein Full HD) flüssig und störungsfrei abzuspielen. Natürlich stellt sich für den Chromebook-Fan die Frage "Ist es nicht eigentlich gegen die Chromebook-Philosophie, gespeicherte Dateien auf USB-Sticks und SD-Karten abzuspielen, sollte das nicht alles eh schon online sein?". Klare Antwort: Jein. Natürlich wäre es schöner, wenn man seine komplette Musik- und Filmbibliothek online jederzeit überall anzapfen könnte - und z. T. gibt es ja auch schon angebote, die dieses zumindest teilweise möglich machen. Aber die Netzzugangs-Realität gerade bei einem so mobilen Gerät wie dem Chromebook sieht nunmal so aus, dass in Zeiten kastrierter Mobil-Flatrates und UMTS-Abdeckungslöcher es noch nicht umsetzbar ist, Filme und Musik in hoher Qualität permanent zu streamen. Und zu Hause im wohligen WLAN ist es halt eher unwahrscheinlich, dass man gerade das Chromebook zum Mediencenter erwählt. Daher ein klares Ja zum Medienplayer und der Möglichkeit, per USB oder SD damit ein kleines mobiles Entertainmentgerät zur Hand zu haben (was vor allem natürlich bei Videos jedem Smartphone & Co. haushoch überlegen ist). Natürlich könnten es noch ein paar mehr nativ unterstütze Abspielformate sein und besonders praktisch wäre es, von einem angeschlossenen Laufwerk direkt DVDs abzuspielen zu können - aber was bisher schon vorhanden ist, reicht auf alle Fälle für den Anfang und funktioniert "out of the box". Und von Google kann man eigentlich schon erwarten, dass auch auf diesem Gebiet bei Chrome OS noch was passieren wird.....
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